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Eröffnung des neuen Gebäudekomplexes des Christophorus-Werk Lingen e.V. im ehemaligen Colibri-Fotogroßlabor

Mit einem Festakt konnte nach einer fast zweijährigen Umbauphase der neue Bereich des Christophorus-Werkes eröffnet werden.
Im Jahr 2009 erwarb das Christophorus-Werk das 2,5 Hektar große Areal. Der darauf befindliche Gebäudekomplex „Colibri“ verfügt über eine Gesamtfläche von 6100 Quadratmetern und umfasst vier ehemalige Produktionshallen sowie die darüberliegenden Büros. „Für uns war dieser Kauf ein Glücksfall, da das ehemalige Colibri-Fotolabor unmittelbar an unser eigenes Gelände angrenzt“, erläuterte Georg Kruse, Leiter des Christophorus-Werkes. Zum Zeitpunkt des Erwerbs sei das Christophorus-Werk in mehreren Bereichen an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. Akuter Platzmangel im Berufsbildungswerk und der Werkstatt für behinderte Menschen sowie unzureichende Räumlichkeiten für die Tagesförderstätte zwangen zum Handeln.
Mit der Eröffnung des neuen Gebäudekomplexes nach den umfangreichen Sanierungsarbeiten ist dieses Problem nun aus der Welt geschafft. Der gesamte Lagerbereich, Mitarbeiter der Tagesförderstätte und die ambulanten Dienste sind ab sofort in den neuen Räumen untergebracht. Diese Nutzung der Räumlichkeiten war auch ein wichtiger Aspekt in der Ansprache von Georg Kruse bei der Eröffnungsfeier. Ebenso betonte er jedoch, dass nicht nur die Kapazitätsengpässe behoben werden konnten, sondern durch die neuen Räume auch die Möglichkeit gegeben sei, neue Wege zu beschreiten und den Forderungen der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen nach „Inklusion“ Rechnung zu tragen. Gemeint ist hiermit der Ansatz der Behindertenpolitik: ambulant vor stationär. In diesem Sinne wird das neue Gebäude auch für die ambulanten Angebote genutzt, so eben durch den Einzug des Ambulant betreuten Wohnens, der Frühförderung- und Entwicklungsberatung sowie des Familienentlastenden Dienstes in die Lingener Hohenfeldstraße.
Auch der Staatssekretär Heiner Pott vom niedersächsischen Sozialministerium bestätigte in seiner Rede bei der Eröffnung diese Entwicklung in der Behindertenpolitik und bezeichnete das Christophorus-Werk im Umgang mit diesem Thema als „Vorreiter dieser Entwicklung“.
Der Lingener Oberbürgermeister stimmte diesen Einschätzungen im Rahmen des Festaktes ebenso zu und betonte hiermit seine persönliche Verbundenheit zur Einrichtung. Er könne die im Christophorus-Werk gelebte Inklusion nämlich bestätigen, da auch sein Bruder, der seit 20 Jahren als Mensch mit Behinderung in der Werkstatt arbeite, von diesem Fortschritt profitiere.
 
 
 
 
 
 
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